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I. Teil VIII.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

dauernd von kurzem, rauhem Husten unter- 
brochen: 
„Es eilt, ich fühl’s, daß ich zu Ende komme.“ 
Voll Angst und Mitleid sah sie ihn an. 
„Willst du nicht ...“ 
„Laß, laß nur, es reicht noch für die Ge- 
schichte.“ 
Dann fiel er erschöpft zurück: 
„-.. empfinden lehrst“, wiederholte er lang- 
sam und tonlos. 
’ „Vater!“ schrie Hilde entsetzt und stürzte 
sich auf ihn. Er sah sie an, unbeweglich, starr, 
oöhne Mienenspiel. 
„Aber die Dritte . . .‘“, röchelte er und atmete 
tief, „die Dritte — du, — hörst du, hörst du, 
Kind — die ...“ und mit seiner letzten Kraft 
richtete er sich in die Höhe, „... versprich 
mir — daß du ... die Dritte ...“ 
„Ja, Vater, ich will — ich habe dich ver- 
standen. Die Dritte, Vater, hatte das Richtige 
erwählt. Ich schwör’ dir’s, Vater!“ 
Sie umschlang ihn und weinte laut, barg ihr 
Köpfchen an seiner Brust, die sich immer 
schneller hob und senkte. Sie sah nicht mehr, 
daß sich in diesen Todeskampf ein zufriedenes 
dankbares Lächeln mischte. Sein Kind hatte 
ihn ja verstanden. 
Und lange schon hatte der Puls aufgehört zu 
schlagen, als Hilde noch immer laut schluch- 
zend über ihrem Vater lag. 
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