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I. Teil X.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

„So lassen Sie mir wenigstens die Wahl, 
wofür ich das Geld verwende. Ich will es der 
Frau Generalkonsul Deutz zum Erweiterungs- 
bau der Kaiser-Friedrichkirche geben.“ 
„Damit Sie einen Orden bekommen!“ schrie 
Fleischer. 
Helldorf hatte dagegen nichts einzuwenden. 
Aber Fleischer bestand darauf, daß man ihren 
Entschließungen zu folgen habe, worauf Freu- 
denheim ungehalten den Klub verließ. 
XI. 
Als Hilde am Nachmittag mit der Toilette für 
das Helldorfsche Diner begann, fühlte sie arge 
Beklemmungen auf der Brust und am Herzen, 
die erst leise einsetzten, dann aber an Heftig- 
keit zunahmen. 
Sie war seit dem Abend im Hause der Eltern 
nicht mehr unter Fremden mit Helldorf. zu- 
sammen gekommen. Sie kannte das Gefühl 
noch nicht, etwas verbergen und sich anders 
geben zu müssen als sie war. Und sie schämte 
sich. 
Sollte Helldorf wirklich nicht fühlen, wie 
qualvoll dieser Abend für sie werden konnte? 
Er gab ein Fest, und sie, die neben ihn gehörte, 
erschien als eine der vielen, mit denen ihn nichts 
als die gesellschaftliche Konvention verband. 
Eine Erniedrigung: war’s, und der Mann, der 
sich stolz erboten hatte, sie zu führen und sie 
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