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I. Teil VII.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

mußt du ihr das nächstemal über Rembrandt 
lesen.“ 
„Fällt mir nicht ein; so’n Blödsinn mache ich 
das erstemal, öfter nicht.“ 
„Ich meine auch, der lebendige Helldorf 
sollte auf ein sechzehnjähriges Mädchen nach- 
haltender wirken als ein guter Raffael oder 
Rembrandt. Mir scheint übrigens am sinnigsten, 
und auf das Sinnige legst du ja wohl den 
Hauptwert, du schenkst ihr einen guten Stich 
nach Raffael.“ 
VIIL. 
Sie zahlten und fuhren ins Maysche Anti- 
quariat. 
„Wie wär’s mit der heiligen Cäcilie?“ fragte 
der Antiquar. „Es darf doch eine Heilige sein?“ 
„Paßt ausgezeichnet! Je heiliger, um so 
besser!“ erwiderte Helldorf. 
„Vorzüglich!“ meinte May. „Ich habe den 
Kohlscheinschen Stich da, den werden Sie so 
leicht nirgends bekommen.“ 
Helldorf suchte schüchtern zu opponieren 
und begriff nur langsam, was Kohlschein mit 
Raffael zu tun habe; beruhigte sich aber, als 
May den Stich brachte, der selbst auf ihn einen 
gewaltigen Eindruck machte. 
„Donnerwetter! Das Original möchte ich 
haben!“ sagte er. 
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