Path:
I. Teil VII.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

einmal den schönen Abend — „zu dessen Er- 
folg Sie soviel beigetragen haben“, erwiderte sie. 
Er pries die anregende Gesellschaft. Hilde 
stutzte. 
„Die smartesten Leute unserer Bekanntschaft 
sind leider nicht dagewesen“, klagte sie. 
Er pries die liebenswürdige Wirtin. — 
„Die Stimmung bringen die Gäste“, behaup- 
tete sie. 
Er pries — last not least —. das gute Essen. 
„Unsere Köchin hat an diesem Abend durch- 
aus nicht das Höchste geleistet“, versicherte sie. 
Sie forderte ihn auf, zum Lunch zu bleiben. 
Er dankte. Sie lud ihn zum Essen um sechs. 
Er dankte, er war für die nächsten Tage ver- 
geben. Man vereinbarte für Samstag ein ge- 
meinsames Diner, und er ging. 
Er fuhr bei Lizzy vor, die glücklich war, 
wieder einmal nach Paris zu kommen. Als 
er die Treppe hinunterging, überlegte er, wie 
er dem ersten Besuch Hildes wohl eine ge- 
wisse Weihe geben könnte. Er war sich noch 
nicht klar, was er von ihr zu halten habe. Ver- 
träumt schien sie ißhm und vom vielen Träumen 
ein wenig überspannt; geistig außerordentlich 
rege und doch jedem Einflusse unterworfen, 
so daß sie auf Gutes wie Böses gleich stark 
reagierte. 
„Ein seltener, aber kein schwieriger Fall,“ 
meinte er, „solange man im Intellekt ihr über- 
legen ist, und vor allem an Erfahrung.“ 
21
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.