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I. Teil VI.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Bei mir will ich dich haben,“ und wieder 
zärtlich fügte er hinzu, „wo uns niemand ruft 
und wir ruhig und glücklich sein können, ganz 
nur für uns.“ 
„Wird das gehen?“ Und aus ihrer Stimme 
klang mehr die Besorgnis, es nicht ermöglichen 
zu können, als etwa ein Bedenken — das ihr 
nicht kam —, ob ihr Besuch denn wohl auch 
nicht kompromittierend sei. 
Helldorf fühlte das nicht recht; auch wäre 
es ihm wohl unnatürlich erschienen. Er sagte 
daher: „Wenn du willst, so wird es gehen. 
Bringe nur die Miß mit. Um so besser.“ 
„Ich will’s versuchen. Mama ruft mich. Leb’ 
wohl!“ 
Sie war fort, noch ehe er ihr etwas sagen 
konnte. 
Henri stürzte wieder ins Toilettenzimmer und 
sagte nicht eben leise: „Shocking, shocking! 
Und das alles durchs Telephon.“ 
Helldorf zog sich mit aller Sorgfalt an, nahm 
schneller als sonst seinen Tee und setzte sich 
dann an seinen Schreibtisch, aus dessen linkem 
Fach er den Almanach der Liebe herauszog 
und als Nummer 47 unter dem gestrigen Datum 
eintrug: 
Hilde, 
die sechzehnjährige Tochter der Frau 
Traute, geb. Berger, und ihres verstorbenen 
Gatten Richard Simon, Rauchstr. 17. 
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