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I. Teil VI.

Full text: Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte / Landsberger, Artur (Public Domain)

„Welche Zeiten?“ fragte Helldorf, froh, einen 
Grund zu haben, um noch einen Augenblick in 
der Wanne stehen zu bleiben. 
„Na, ich meine, die heißen Bäder.‘ 
„Ach so -— ja, Sie haben recht — aber Henri 
erklärt,“ und dabei glitt er langsam immer tiefer 
in die Wanne, „in London bade man bei 22° und 
da gibt’s nichts dagegen. Huh, huh,“ — und er 
setzte sich ganz hinein, — „verflucht, brr! — 
Übrigens, Henri hat recht — im ersten Augen- 
blick freilich — aber! Es erfrischt und (er fror 
furchtbar) das heiße Bad macht schlapp.“ 
Kaum saß Helldorf regelrecht in der Wanne, 
als Henri herantrat und wie jeden Morgen den 
Hörer des Telephons, das außen an der Wanne 
angebracht war, abnahm. 
„Darf ich?“ fragte Henri. 
„Bitte!“ sagte Helldorf, und Henri rief. 
„Nummer 12642!“ 
Sofort plantschte Helldorf mit dem rechten 
Arm aus der Wanne, entriß Henri den Hörer: 
„Ne, ne, um Himmelswillen! Die heute nicht. 
Da, hängen Sie an!“ Und er wollte ihm den 
Hörer zurückreichen. Henri aber war entsetzt 
zur Seite gesprungen und tupfte, wie eine Dame, 
der der Kellner Bratensauce über die Ball- 
toilette gegossen hat, langsam jeden Wasser- 
tropfen von seiner Livree. 
„Kaffer!“ rief Helldorf ihm zu, und trennte 
selbst die Verbindung. 
'00°
	        
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