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Full text: Die blaue Laterne / Lindau, Paul (Public Domain)

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den allernächsten Tagen bekanntgegeben werden 
würde. / 
Er fuhr in sehr guter Laune nach der Alsenstraße. 
Uberall sah er hinter den Scheiben die brennenden 
Lichter der Weihnachtsbäume. Er dachte an Elisa— 
beth. Daß sie äußerlich sehr verlockend war, konnte 
er sich selbst nicht einreden. Aber das schadete auch 
gar nichts. Gerade heute vergegenwärtigte ihm ja 
Helene zur Genüge die Gefahren einer reizvollen 
Äußerlichkeit. 
Der Salon Foerens, in den er eintrat, bildete einen 
starken Gegensatz zur guten Stube in der Dessauer⸗ 
straße, die er eben verlassen hatte. Ein lieblos präch⸗ 
tiger Baum, der mit der elektrischen Leitung verbun— 
den war, flammte in unzähligen bunten Lichtern. In 
der Mitte ein prächtiger Tisch mit Dutzenden von Tel— 
lern bedeckt, auf jedem eine Gabe nach der üblichen 
Schablone für die geladenen Herren vom Geschäfte, 
die im Salon herumstanden und so taten, als ob sie 
überrascht und hocherfreut wären. 
Felix schmuggelte sein Kästchen möglichst diskret 
auf Helenens Platz in den Schatten eines mächtigen 
Kartons, der mit allen Wohlgerüchen Arabiens, mit 
englischen Parfuüms und französischen Cosmftiques ge— 
füllt war. Da protzte auch geöffnet das gelbe Plüsch— 
etui mit der fünften Reihe prachtvoller Perlen, die 
Foeren der Treulosen eigentlich vorenthalten wollte, 
aber schließlich doch nicht vor die häßlichen Tiere, von 
denen er in seiner Wut gesprochen, geworfen hatte. 
Felix hatte schon bei der Begrüßung die beruhigende
	        
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