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Full text: Die blaue Laterne / Lindau, Paul (Public Domain)

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„Zum Donnerwetter, hören Sie auf,“ schrie Gott⸗ 
fried, „solche Ungezogenheit verbitte ich mir ein für 
allemal!“ 
Bella erhob sich, warf den Kopf in den Nacken, 
kreuzte die Arme über der Brust und sagte in heraus— 
fordernder Stellung: „Sie haben sich gar nichts zu 
verbitten, Menelaus! Und wenn Sie grob werden 
wollen, gehen Sie zu Ihrer schönen Helena! Da ist's 
am Platz, hier nicht.“ 
Die maßlose Keckheit des schönen, blonden Mäd— 
chens, deren weiße Zähne unter den höhnisch aufge— 
worfenen Lippen; schimmerten, machte den Kom— 
merzienrat doch einigermaßen stutzig. Noch immer in 
äußerster Erregung, jedoch in weniger lautem Tone 
fragte er sie: „Wie kommen Sie dazu, so unerhörte 
Behauptungen aufzustellen?“ 
„Wenn Sie schön drum bitten, will ich's Ihnen 
gern sagen. Aber beleidigen lass'ich mich nicht, wenn 
ich jemand Freundlichkeiten erweisen tu'! Von keinem 
Menschen, auch von: Ihnen nicht; Herr Kommerzienrat. 
Daß Sie's nur wissen!“ 
„Also bitte, wie kommen Sie dazu?“ wiederholte 
Foeren, seinen tiefen Unmut bezwingend. 
„Ich will Sie nicht zappeln lassen. Setzen Sie sich 
ruhig wieder da auf den Sessel, Sie sollen alles er— 
fahren ... Haben Sie in Ihrem Haus eine gewisse 
Therese?“ 
„Nein.“ 
„Kennen Sie keine Person mit dem Namen?“ 
„Nicht/ daß ich wüßte.“
	        
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