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VII.

Full text: Die Thaler-Töchter / Bliß, Paul (Public Domain)

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nicht. Und sie forschte auch gar nicht weiter danach, 
denn sie hatte jetzt ja über ihr eigenes heimliches 
Glück nachzudenken. 
Aber als sie eines Tages in ein Delikateßwaren⸗ 
geschäft ihrer Straße einkaufen ging, überraschte sie der 
galante Verkäufer mit einer Neuigkeit. 
„Ich darf wohl gratulieren, Fräulein Thaler,“ 
lächelte er. 
Erstaunt fragte sie: „Mir? Wozu denn?“ 
„Nun, zu dem ersten Auftreten Ihres Schwester⸗ 
chens, — hier, bitte, steht es ja schwarz auf weiß.“ 
Und er überreichte der erstaunten Marie ein 
Theaterprogramm nebst Billet, das der Verein „Fami—⸗ 
lienklubÄ in den Geschäften des Stadtviertels zum 
Verkauf ausgeboten hatte. 
Marie las interessiert die Ankündigung des Ver⸗ 
gnügens und das Personenverzeichnis durch, dann aber 
bezwang sie ihre Unruhe und ihren Verdruß und sagte 
leichthin: „Ach so, ja, ich wußte erst garnicht was Sie 
meinten.“ 
Und schnell beendete sie dann ihren Einkauf, um 
weiteren Fragen des neugierigen Menschen zu entgehen. 
Wütend kam sie zu Hause an. Und fuhr auf 
Elli los. 
„Das ist ja reizend! Erst von fremden Menschen 
muß ich erfahren, was in unserm Hause vorgeht!“ 
Die Kleine machte sich zum Angriff fertig. 
Papachen aber entfloh dem Gewitter. 
„Deshalb drückst Du Dich Tag und Nacht bei
	        
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