Path:
[IV.]

Full text: Die Thaler-Töchter / Bliß, Paul (Public Domain)

59 — 
zurück: „Dann wäre es meine Pflicht, Sie davor zu 
warnen!“ 
Da lachte sie laut auf. — „Das würde recht was 
nützen!“ 
Er schwieg und sah sie ernst an. Dann fragte 
„Wie kommen Sie nur auf solche Idee?“ 
„Mein Gott, gar so fern liegt so was doch nicht! 
Wie Sie wissen, war doch Papa eine Zeitlang auch 
bei der Bühne!“ 
„Und was sagt der Papa zu Ihrer Idee?“ 
„Noch ahnt er gar nichts davon!“ 
„Und das Fräulein Schwester auch nicht?“ 
„Na, die auch gerade! Der sag' ich's doch 
zuletzt!“ 
„Also bin ich der erste, zu 
reden?“ 
„Außer meiner Freundin, ja.“ 
„Nun, mein liebes Fräulein,“ sagte er sehr 
ernst, „dann gestatte ich mir, Ihnen von der Idee 
abzuraten.“ 
„Aber mein Gott, weshalb denn?!“ rief sie erregt. 
„Weil Sie keine Ahnung haben, wie dornenvoll 
Weg ist.“ 
„Daß es nicht leicht ist, kann ich mir denken!“ 
„Mehr als das ist es!“ 
„Nun gut! Mit einem festen Willen kann man 
auch das Schwerste überwinden.“ 
„Mit dem Willen allein ist's da nicht getan! 
Und gerade für ein junges Mädchen ist es doppelt 
schwer!“
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.