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III.

Full text: Die Thaler-Töchter / Bliß, Paul (Public Domain)

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Elli auch den Papa, weshalb denn der neue Mieter 
ein so menschenscheuer Mann sei. 
Der alte Herr wollte zuerst nicht mit der Sprache 
so recht heraus, als dann aber Elli immer dringender 
bat und schmeichelte, da endlich begann er zu erzählen, 
was er wußte. 
„Eigentlich sollte ich darüber wohl nicht zu Dir 
reden, Kleine,“ sagte er schmunzelnd, „aber da es 
scheint, als nähmest Du wirklich Anteil an seinem 
Wohlergehen, so will ich Dir sagen, was ihn so still 
und so scheu gemacht hat — er hat eine unglückliche 
Liebe gehabt, — das ist der Grund.“ 
Elli war starr. Das hatte sie nicht vermutet. 
Aber auch Marie war erstaunt. Auch sie hatte 
so etwas nicht erwartet. 
Als der Vater die interessierten Gesichter seiner 
beiden Mädchen sah, sprach er sogleich ernst und 
dringend weiter. 
„Ich bitt' Euch um Gotteswillen, Kinder, laßt 
ihn nichts merken, daß ihr etwas davon wißt! Das 
wäre mir sehr unangenehm!“ 
Marie antwortete kein Wort darauf. 
Elli hingegen erwiderte lebhaft: „Aber, Papi, 
das ist doch ganz selbstverständlich! Nicht eine Silbe 
erfährt er davon!“ 
Bei sich dachte aber die Kleine: Gott, wie inte— 
ressant doch so etwas ist! 
Dann berichtete Papachen weiter: „Er hat ja 
auch nur einmal und ganz andeutungsweise davon zu 
mir gesprochen, und da mir die Sache zu peinlich war,
	        
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