Path:
I.

Full text: Die Thaler-Töchter / Bliß, Paul (Public Domain)

11 
gestorben, heißt, dem Teufel die Rechnung verdorben. 
Was, Papi, hab' ich nicht recht?“ 
Papachen schwieg und lächelte nur behaglich. 
Da rief Marie verärgert: „So sag's ihr doch! 
Sag' doch Deinem Liebling, daß sie recht hat! Vor 
mir brauchst Du Dich doch nicht zu genieren; ich kenne 
Euch doch gut genug, ich seh's Dir ja an, wie stolz 
Du auf das liebe Kind bist!“ 
„Das kann der Papi auch!“ rief Elli heiter 
„warum soll denn Papi nicht stolz sein auf mich?“ 
Marie zuckte nur die Schultern und nahm eine 
überlegene Miene an. Dann sagte sie leichthin: „Möchte 
wirklich wissen worauf!“ 
Nun wurde die Kleine erregt. — „Worauf? Da—⸗ 
rauf, daß ich als braves und anständiges Mädel ein 
recht nettes Stückchen Geld verdiene,“ rief sie. 
„Wollen erst mal abwarten, was für ein Ende 
es nimmt.“ 
„Was für ein Ende?“ lachte Elli. „Ach Du bist 
klassssch! Du meinst wohl gar, es nähme kein gutes 
Ende mit mir? Liebes Mariechen, deshalb laß Dir 
nur kein graues Haar wachsen! Was ich will, das 
weiß ich ganz genau. Und wohin ich will, das weiß ich 
auch, mein Ziel erreich' ich, darauf kannst Du Gift 
nehmen! Aber ich will noch viel mehr. Ich will mein 
Ziel erreichen, ohne mir etwas dabei zu vergeben!“ 
„An schönen Worten fehlt es Dir nicht, das muß 
man Dir lassen,“ warf Marie ein. 
„Spoite nur, ich kehr' mich nicht daran.“ 
„Leider, leider!“
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.