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IX.

Full text: Die Thaler-Töchter / Bliß, Paul (Public Domain)

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„Sapperment nochmal, Sie geh'n aber sicher!“ 
scherzte die Alte weiter. 
„Dafür bin ich doch Berlinerin. So leicht lassen 
wir uns nicht reinlegen!“ 
Und sie lachten sich zu. 
Plötzlich ertönte die Türglocke. 
Beide erschraken. 
„Wer kann denn das nur sein?“ grübelte die Alte. 
Da rief die Kleine heiter: „Passen Sie auf, der 
Doktor ist es!“ 
Das ist doch kaum möglich,“ meinte sie und lief 
zur Tür. 
Lauschend folgte die andere. 
Und wirklich, Doktor Behring stand straußen. 
„Ah, Herr Doktor, welche Ehre!“ rief Frau Luise 
mit ihrem liebenswürdigsten Lächeln. „Bitte, treten 
Sie ein!“ 
Kichernd verbarg sich Elli im anderen Zimmer. 
„Zunächst bitte ich tausendmal um Verzeihung, 
meine gnädigste Frau, daß ich es wage, Sie so ohne 
weiteres zu überfallen. —“ 
„Aber bitte, bitte, Herr Doktor, Sie stören durch⸗ 
aus gar nicht!“ 
„Ich fand im Adreßbuch Ihre Wohnung, und da 
wollte ich mich erstens erkundigen, wie Ihnen das Fest 
gestern bekommen ist.“ 
„Danke ergebenst, ausgezeichnet!“ 
„Und dann wollte ich mal mi: 
wegen Ihres reizenden Schützlings.“ 
Ihnen sprechen
	        
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