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VII.

Full text: Die Thaler-Töchter / Bliß, Paul (Public Domain)

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und ich bin selbst ein Teil des Ganzen, das die Welt— 
stadt ausmacht, — sehen Sie, das ist auch etwas.“ 
„Das verstehe ich nicht,“ sagte er bedrückt. 
Und sie heiter: „Ja, dann werden wir uns wohl 
eben nie verstehen können.“ 
Er nickte sinnend. Dann begleitete er sie heim. 
VIII. 
Endlich, endlich war der große Tag da. 
Am meisten aufgeregt war Papa Thaler, — schon 
um sechs Uhr stand er und machte festliche Toilette, 
obgleich die Vorstellung erst um acht Uhr beginnen sollte. 
Und Marie, die natürlich nicht mitging, spöttelte 
fortwährend über ihn, da sie ihm immer helfend bei— 
springen mußte, damit er nur erst die Toilette beendete. 
„Weiß der Deubel, was das heute ist,“ wetterte er, 
„alles paßt nicht! Das Oberhemd ist zu eng und der 
Kragen zu weit!“ 
„Besser, als wenn es umgekehrt wäre,“ sagte sie nur. 
„Aber ich will, daß es passend ist,“ schalt er weiter. 
Und sie ganz ruhig: „Dann brauchst Du nur zu 
dem richtigen Hemd auch den richtigen Kragen zu 
nehmen. Da ist alles! Freilich, wenn man solche Eile 
hat, ist es ja kein Wunder, daß man alles durchein⸗ 
ander wirft.“ 
„So komm' schon her und hilf mir!“ 
Lächelnd und spöttelnd trat sie hin zu ihm. 
Da schrie er wütend: „Und das Hemd ist ja ganz 
weich, das seh' ich jetzt erst!“
	        
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