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Sechstes Kapitel

Full text: Der Baumeister / Hollaender, Felix (Public Domain)

— — 
„daß dieser Schimmel die Aufmerksamkeit der Leute 
erregt, daß sie daraufhin Schlüsse ziehen, die absolut 
grundlos sind ... Übrigens — sagte ich Ihnen? 
Ich habe immer meinen Revolver bei mir liegen. 
Ich gehe auch nie ohne Revolver aus. Der Ge— 
brannte fürchtet sich vor dem Feuer ... Sie sollten 
nur meine Erfahrungen haben! — Nein, das wünsche 
ich Ihnen nicht!“ 
Seine Augen funkelten. Er brach ab und stierte 
vor sich hin. Nach einer kleinen Weile fing er von 
neuem an: 
„Wissen Sie, mein Herr, daß ich mir einen Renn— 
stall halten könnte, wenn es mit rechten Dingen 
zuginge? Meinen Sie, ich sehe Ihnen nicht an, 
was jetzt in Ihnen vorgeht? Sie halten mich für 
närrisch! Leugnen Sie es nicht, Sie halten mich für 
närrisch! Und dennoch wiederhole ich Ihnen: Ich 
könnte mir einen Rennstall halten!“ 
„Ih erlaube mir gar kein Urteil,“ erwiderte 
Keßler zurückhaltend. 
„Bitte, entschuldigen Sie sich nicht, ich verstehe 
mich ein wenig auf die Menschen. Sie müssen ja 
an meinen Worten zweifeln ... Im übrigen bin 
ich Ihnen ein wenig zu Dank verpflichtet. Sie haben 
mich gewarnt, ohne einen Vorteil dabei im Auge 
zu haben. „Ich habe,“ sagte er langsam, „ein ge— 
wisses Vertrauen zu Ihnen. Sie machen auf mich 
einen anständigen Eindruck ... Natürlich kann man 
sich täuschen . .. Gewiß kann man sich täuschen ... 
Immerhin, Sie machen auf mich einen äußerst an— 
ständigen Eindruck. Außerdem suche ich schon lange
	        
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