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Achtzehntes Kapitel

Full text: Der Baumeister / Hollaender, Felix (Public Domain)

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Er geriet in ärgerliche Stimmung. 
Was sollen mir diese Selbstquälereien? ... 
Ich tue einfach, was ich tun muß ... ich kann nicht 
auf halbem Wege stehen bleiben! .. 
Plötzlich hörte er seinen Namen rufen. 
Er drehte sich um, sah aber niemanden. 
Jetzt habe ich bereits Halluzinationen! Aber 
wieder vernahm er eine Stimme, die ihm bekannt 
vorkam. 
Aha — es war Drenkwitz, der mit eiligen Schritten 
auf ihn zukam. 
„Du bist's — Herr Gott, hast du mich erschreckt!“ 
Drenkwitz musterte ihn flüchtig. 
„Seit wann bist du nervös? Übrigens,“ fuhr er, 
ohne eine Antwort abzuwarten fort, „gratuliere ich 
dir. Du bist ja, seit wir uns das letzte Mal gesehen, 
ein berühmter Mann geworden. Alle Welt spricht von 
dir, man kann keine Zeitung in die Hand nehmen, 
ohne auf deinen Namen zu stoßen.“ 
„Zieh mich nicht auf, Drenkwitz.“ 
„Ich spreche im vollkommenen Ernst ... Selbst 
im Bilde prangst du!“ 
„Ich bitte dich, laß das.“ 
„Erlaube 'mal, man wird doch auf Tatsachen hin— 
weisen dürfen ... Als ich heute meinen Kaffee ein— 
nahm, fühlte ich mich doch sehr geschmeichelt!“ 
„Ich verstehe von alledem kein Wort.“ 
Drenkwitz zog ein Zeitungsblatt aus der Mantel— 
tasche. 
„Mehr kannst du doch nicht verlangen,“ sagte er. 
„Eine volle halbe Seite nimmst du ein.“
	        
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