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Zweites Buch Drittes Kapitel

Full text: Eheleute / Beradt, Martin (Public Domain)

Drittes Kapitel 
war an einem Morgen in der Harden⸗ 
bergstraße, man war dabei, seinen Kaf⸗ 
kee zu trinken, Evchen stand im Wagen 
mit am Tisch. 
„Was hast du fuͤr heute nachmittag vor, Be— 
sorgungen? Besuche?“ 
„Du glaubst natuͤrlich immer, daß sich Besor—⸗ 
gungen von selbst erledigen. Ihr Maͤnner denkt im⸗ 
mer, das sei alles eine uͤberfluͤssige Sache.“ 
„Aber gar nicht. Ich freue mich, wenn ich dich 
unterwegs weiß, etwas heiß, mit Paketen beladen, 
daß du kaum den Rock aufnehmen und kaum den 
Schirm halten kannst. Und dabei zwischen zwei 
Fingerspitzen das Portemonnaie recht nach vorn, da⸗ 
mit jeder Spitzbube es nur ja bequem hat.“ 
Der Kaffee schien fuͤr Herrn Stern heute ein aus⸗ 
gezeichnetes Aroma zu besitzen oder aus anderen 
Gruͤnden ihm gut zu schmecken, denn er hielt sich 
weiter mit solchen Reden auf: 
„Na, wenn man es selbst verliert, was kann der 
Spaß viel kosten, denkt so ein Frauchen ... Hundert 
Mark, mehr nimmt sie doch nicht mit.“ 
„Aber ich bitte dich, habe ich schon einmal ein 
Portemonnaie verloren?“ fragte sie. 
„Wer redet denn davon? Spreche ich denn von 
dir? Ich rede ganz allgemein. Ich spreche einfach vor
	        
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