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Lieder und Balladen frei nach dem Englischen

Full text: Gedichte / Fontane, Theodor (Public Domain)

— 406 — 
Wenn's schneeig auf allen Graͤbern liegt 
Und die weißen Figuren noch weißer umschmiegt, 
Wenn das Rauschen des Tweed, weitab gehoͤrt, 
Wie Summen die naͤchtige Stille stoͤrt — 
Ja, dann tritt ein: bei Mondesschein 
Besuche Melros' und — tu es allein. 
Die Blumen des Waldes 
Mach der Schlacht bei Slodden) 
Ich hoͤrte sie singen, wenn morgens sie gingen, 
Die Herde zu melken, die draußen steht; 
Nun hoͤr' ich ihr Wehe, wo immer ich gehe — 
Die Blumen des Waldes sind abgemaͤht. 
Voruͤber das Necken an Wegen und Hecken, 
Still eine neben der andern geht, 
Sie koͤnnen nicht scherzen mit Trauer im Herzen, 
—XDD 
Kein Erntereigen; es schweigen die Geigen, 
Kein Taͤnzer, der froͤhlich im Tanze sich dreht. 
Auf Maͤrkten und Messen die Lust ist vergessen 
Die Blumen des Waldes sind abgemaͤht. 
Kommt Daͤmmerstunde, nicht mehr in die Runde 
Das Haschen und Pfaͤnderspielen geht, 
In stiller Kammer verbirgt sich ihr Jammer — 
Die Blumen des Waldes sind abgemaͤht.
	        
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