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Noch einmal Moabit

Full text: Humoristische Rückblicke auf Berlins "gute alte" Zeit von 1834 bis 1870 / Wauer, Hugo (Public Domain)

1665 
fich dann mit dem Arm der Panke, dessen Bette später 
zum Humboldt-Hafen und dem Schiffahrtskanal er⸗ 
weitert wurde. 
Vom Unterbaum führte der Weg nach Alt-Moabit 
über die Charitégraben-Brücke, dann im Riesenkreis 
um den von hohem, schwarzgeteerten Bretterzaun um⸗ 
zogenen Königlichen Holzplatz herum und dann von 
der jetzigen Alsen- bis zur Moltke-Brücke dem jetzigen 
Friedrich Carl-Ufer entlang. Linker Hand die Spree, 
rechter Hand ein achtfußhoher, schwarzgeteerter Bretter⸗ 
zaun, der sich in Alt-Moabit vom jetzigen Kolonial— 
Museum bis zum Rangirbahnhof und von da an den 
Kusseln“ entlang bis wieder zur Alsenbrücke hinzog 
und einen etwa sechs Morgen großen Platz einschloß, 
auf dem ausgedehnte Werkstätten für Pulver⸗ Munitions⸗ 
und Train⸗Wagen standen und riesige Holz⸗ und Eisen⸗ 
vorräte lagerten. 
Nur die Unterbaum⸗, jetzt Kronprinzen-Brücke und 
die Moabiter Brücke führten über die Svree. — — — 
Die Potsdamerstrassse anno 1853. 
Am 1. Oktober 1850 trat mein Vater in den 
Ruhestand. Erst nach mehrmaliger Wiederholung 
hatte der König das Pensionsgesuch genehmigt. 
Da nun das Einkommen erheblich vermindert war, 
so mußte besonders an der Miete gespart werden und 
darum und weil wir uns nach frischer Luft sehnten, 
denn an Wasserleitung und Straßenreinigung dachte 
noch Niemand und Rinnstein- und Nuglischdüfte dufteten
	        
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