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III. Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Hochschule

Full text: Die Königliche Landwirtschaftliche Hochschule in Berlin / Wittmack, Ludwig (Public Domain)

Ill. Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Hochschule. 
Unter dem 8. März 1889 wurde dann zwischen dem Minister und 
dem Vorstand des Vereins „Versuchs- und Lehranstalt für 
Brauerei“ zu Berlin ein Vertrag über den Bau und Betrieb einer Lehr- 
und Versuchs-Anstalt für Brauerei geschlossen. Darnach gab der 
Herr Minister für Landwirtschaft etc. den Bauplatz zur Errichtung einer 
kleinen Brauerei zu Lehr- und Demonstrationszwecken kostenfrei her, 
der Verein übernahm die Herstellung der ganzen Anlage, zu den Kosten 
des Baues bewilligte der Herr Minister einen Zuschuß von 229000M. 85 
besagt: Die Anstalt bildet ein Zubehör der landwirtschaftlichen Hoch- 
schule; es wird daher der ganze Betrieb und die bauliche und sonstige 
Unterhaltung derselben in gleicher Weise unter die Aufsicht des Kura- 
toriums und der Direktion der genannten Hochschule gestellt, wie das 
jetzt mit dem in den Gebäuden der letzteren befindlichen Laboratorium 
des Vereins der Fall ist. 
Infolgedessen fand am 8. Oktober 1889 durch den Oberförster 
Wiesmann, vertreten durch den Forstreferendar Riemer in Begleitung 
des Försters Bünger von Rehberge, die Übergabe an die Vertreter der 
landwirtschaftlichen Hochschule, Geh. Ob. Reg.-Rat Dr. Thiel als Kurator 
und Prof. Dr. Wittmack als Rektor, statt. 
Ein weiterer, höchst wichtiger Vertrag wurde am 27. Februar 1896 
seitens des Herrn Ministers mit drei Vereinsvorständen geschlossen, 
dem „Verein Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin,“ 
dem „Verein der Spiritusfabrikanten in Deutschland“ und dem 
„Verein der Stärke-Interessenten in Deutschland“. Es galt dem 
Bau und Betrieb einer Lehr- und Versuchsanstalt für die Gärungs- 
gewerbe. Die Kosten der Erbauung und der maschinellen und sonstigen 
Ausstattung der Anstalt, heißt es in dem Vertrage, trägt der Fiskus bis 
zur Höhe von 850 000 Mk., und gehen die Gebäude mit allem Zubehör 
in das Eigentum des Fiskus über, dem auch das Eigentum des Grund- 
stücks verbleibt. | 
Mittelst Verfügung vom 6. Januar 1893 wurde die zur Errichtung 
der Versuchs- und Lehrbrauerei benötigt gewesene Hof- und Baustelle 
in Größe von 1,549 ha von der Forstverwaltung auf die landwirt- 
schaftliche Verwaltung übernommen; das gleiche geschah laut 
Verfügung vom 2. März 1893 mit dem Rest des Grundstücks von 4,771 ha, 
von welchen ein Teil von 99a 34qm zur Erbauung der Lehr- und 
und Versuchsanstalt für die Gärungsgewerbe bestimmt war. Der Neu- 
bau des Instituts für Gärungsgewerbe und Stärkefabrikation 
war 1897 vollendet. 
Endlich wurde 1901 auf diesem Grundstück auch eine Maschinen- 
Versuchs- und Prüfungsstation, sowie eine damit verbundene Ausstellungs- 
halle, im ganzen 3000 qm bebaute Fläche, errichtet, die 1902 vollendet 
wurde. Auch das Versuchskornhaus auf dem Terrain des ehemaligen 
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