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II. Geschichtliches

Full text: Die Königliche Landwirtschaftliche Hochschule in Berlin / Wittmack, Ludwig (Public Domain)

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N. Geschichtliches, 
geschildert, eingehend die Erfordernisse zur Verbesserung des Instituts 
darlegte. Sie gipfelten im folgenden: 
1. ein besonderes Institutsgebäude mit den entsprechenden Audi- 
torien und Arbeits- und Sammlungsräumen etc.; 
2. daran anschließend ein Garten für Kulturpflanzen und für eine 
pathologische Abteilung; 
3. ein Versuchsfeld von 8 ha und ein Versuchsstall ete. in einer 
Entfernung von ein bis zwei Meilen von Berlin; 
4. im Anschluß hieran eine Zentral-Versuchsstation mit a) einer 
pflanzenphysiologischen Abteilung, b) einer tierphysiologischen, c) einer 
Abteilung für landwirtschaftlich-technische Gewerbe; ein Glashaus für 
Pflanzenkulturversuche, und ein Respirationsapparat für Fütterungs- 
versuche: 
5. ein landwirtschaftlich-zoologischer Garten; 
6. im Anschluß an die übrigen wissenschaftlichen Sammlungen 
des Staates, ein großes landwirtschaftliches Zentralmuseum. 
Wenn Orth hier eine Trennung von Institut und Museum vorschlug, 
so geschah es nur deshalb, weil die Schwierigkeit, beide Anlagen auf 
einem Grundstück zu konzentrieren, bis dahin die Ausführung überhaupt 
verhindert hatte. 
Bei der Beratung des Staatshaushaltsetats für 1874 beschloß das 
Haus der Abgeordneten: „Das Ministerium der landwirtschaftlichen 
Angelegenheiten aufzufordern, die Frage in Erwägung zu ziehen, ob 
es sich empfehle, 
1. die landwirtschaftlichen Akademien in Eldena, Poppelsdorf, 
Proskau und Berlin dem Ressort des Unterrichtsministeriums zu unter- 
stellen und 
2. die landwirtschaftlichen Akademien in Eldena, Poppelsdorf und 
Berlin mit den Universitäten in Greifswald, Bonn und Berlin nach Analogie 
der landwirtschaftlichen Institute zu Halle, Königsberg, Kiel und Göttingen 
zu verbinden.“ 
Allein die Erwägung, daß mit gleichem Recht wie Forstakademien, 
Bauakademien, Gewerbeakademien usw. selbständig bestünden, auch 
eine höhere landwirtschaftliche Anstalt selbständig bestehen könne, führte 
dazu, das Berliner Institut, wie die andern genannten Anstalten in der 
bisherigen Weise unter dem Ressort des Ministeriums für Landwirtschaft, 
Domänen und Forsten zu ‘belassen, aber die enge Verbindung mit der 
Universität dadurch aufrecht zu erhalten, daß ein Vertreter des 
Ministeriums für Landwirtschaft und ein Vertreter des Ministeriums der 
geistlichen etc. Angelegenheiten das Kuratorium bildeten. 
Man suchte nun wieder nach einem Grundstück, aber lange vergebens. 
Nachdem u. a. aus privaten Kreisen für den Bau das Terrain des 
jetzigen Wintergartens angeboten war, das aber der hohen Kosten
	        
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