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Einleitung

Full text: Flora von Berlin und der Provinz Brandenburg / Lackowitz, Wilhelm (Public Domain)

Einleitung. 
XVII 
Die verwachsenblättrige oder einblättrige Krone ist 
stets mehr oder weniger röhrenfg. gebildet. Die Regel- 
mässigkeit oder Unregelmässizkeit zeigt sich an der 
Spaltung des Randes. Sind dessen Teile einander 
gleich, so ist sie regelmässig und heisst dann je nach ihrer 
Gestaltung: red°. (FF. 48), stie1'-1terfg, (F. 49). 
röhrenfg. (F. 50), glocken“; „>, trichterfg. 
(F. 52). Unregelmässig ist die verwachsene Rachen- und 
Lippenblüte (F. 53, 54), dic war sehr verschieden 
gebildet ist, aber doch immer aus einer grösseren 
Öberlippe und einer kleineren, ıneist mehrlappigen 
Unterlippe besteht. 
rn 
A 
Ce 
F. 48. 
Fr. 54. 
3, Die Staubgefässe, richtiger Staubblätter, 
bestehend aus dem Staubfaden und dem darauf 
sitzenden Staubbeutel (Anthere), in welchem der die 
Befruchtung des Stengels bewirkende Blumenstaub (Pollen) 
gebildet wird. Infolge dieser Funktion betrachtet man 
die Staubgefässe als die männlichen, und die Stem- 
pel, die fruchtbringenden, als die weiblichen Organe. 
Blüten, weiche nur Staubgefässe und keine Stempel ent- 
halten, heissen daher männliche Blüten, und Blüten, 
welche nur Stempel und keine Staubgefässe enthalten, 
weibliche Blüten. Solche Blüten, in denen beide 
Organe, also beide Cieschlechter vorhanden sind, heissen 
zweigeschlechtige oder Zwitterblüten, und 
Blüten, in denen beide Organe fehlen, die also nur aus 
Kelch und Krone bestehen: geschlechtslos. 
4. Der Stempel, richtiger die Fruchtblätter, be- 
steht aus einem dickeren Unterteil, Fruchtknoten, 
auf welchem ein fadentörmiger Teil, Griffel, sitzt, 
welcher an seiner Spitze die verschieden gestaltete 
Narbe oder deren mehrere trägt. Auch mehrere 
Öriffel können vorhanden sein, je nachdem der Frucht- 
knoten mehrfach zusammengesetzt ist. Fehlt der Griffel, 
So sitzt die Narbe unmittelbar auf dem Fruchknoten, 
Lackowitz, Flora von Berlin. II
	        
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