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VIII. Am ersehnten Ziele

Full text: Von Sorgen und Sonne / Fuhr, Lina (Public Domain)

194 VIIII. Am ersehnten Ziele. 
Recht des jungen Eindringlings durchaus nichts hören. 
In kurzem merkte ich schon, daß ich allgemein ver⸗ 
femt war, wenige begegneten mir freundlich und die 
meisten vermieden es offenbar, mit mir in einem Ge⸗ 
spräch hinter den Coulissen betroffen zu werden. Ge⸗ 
schah dies doch einmal durch meine Initiative, so 
waren sie immer wie halb auf der Flucht, und wenn 
erst Frau Crelinger oder einer ihrer Partisane auf⸗ 
tauchte, verdufteten ste wie Schatten. Die Regisseure 
legten es darauf an, mir Unerquicklichkeiten und 
Ärger zu bereiten und alles schien darauf bedacht, 
mich in eine aggressive Opposition hineinzudrängen. 
Dazu aber hätte mich nichts vermocht; schon die 
Klugheit hielt mich von jedem eigenmächtigen Vor—⸗ 
gehen zurück, denn auch die am feinsten gesponnenen 
Intriguen spiegeln wohl im Augenblick einen Vor— 
teil vor, bewähren sich aber auf die Dauer nicht. Eine 
Lehre aber habe ich aus diesen damals stattfindenden 
Reibungen geschöpft, daß man sich niemals in seiner 
Kunst überleben soll, wenn Krankheit oder Alter den 
Vollbesitz der Kräfte stören und daß es in jedem Falle 
klüger ist, den unnützen, immer nur schädigenden 
Kampf mit solchen Elementen freiwillig aufzugeben.
	        
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