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Anmerkungen zu Diesterwegs Briefen

Full text: Briefe Adolph Diesterwegs / Diesterweg, Adolph (Public Domain)

nehmen. In seiner Rede „über Schule, Univerlität, Academie“ (Berlin 
850) findet sich S. 15 solgende bekannte Stelle: „Die fahigkeit, die wir 
vom schullehrer fordern und die er uns aufwendet, scheint mir an lich 
unter der eines ausgezeichneten sinnreichen handwerkers zu stehen, der in leiner 
art das höchlte hervorbringt, während der lehrer ein fast jedem zugäng- 
liches mittelgut darreicht und lein talent leicht überboten werden kann. 
Mir lehn nicht selten männer, die in andern ständen verunglücken, sich 
hintendrein dem lehrgeschaäft als einer ihnen noch gebliebenen zuflucht 
widmen, ungefahr wie alte jungfern, die nicht geheiratet haben, zu klein- 
kinderbewahranstalten übertreten.“ Vergl. auch Brief 72! 
oð V. H. Lette (799 - 18608). seit 1852 Mitglied des Abgeordneten- 
haules, in welchem er zur Opposition gehörte. Erestiftete 1805 in Berlin 
den Verein zur Förderung der Srwerbsfähigkeit des weibl. Gelchlechts, 
Lette-Verein“. 
ꝰ6 G. A. Wislicenus, geb. 1803; 1846 seines Pfarramtes entletzt, 
1853 inkolge der Schrift „Die Bibel im Lichte der Biidung unserer Zeit“ 
zu zweijãhriger Gefangnisstrafe verurteilt, welcher er sich durch die Flucht 
entzog; zuletzt in Fluntern bei Zürich, wo er eine Erziehungsanstalt 
leitete; gest. dalelbst 1875. 
v. Graãvenitz, kommill. Landrat des Rreises Hirschberg, war an 
den behördlichen Mabnahmen gegen Mander beteiligt. 
ↄ8 Dgꝗ. war am 10. Deʒbr. 1858 zum Abgeordneten für Berlin ge— 
wãhlt worden. Uber die Beratung der Petition Wanders J. Rh. Hi. 
1860, 1. Heft! 
“0 G. S. Fr. Freiherr von Vincke, Führer der freisinnigen Majori- 
tãt; gelt. 1875. 
200 . S. Mathis, Vicepräsident des Abg. Hauses. Seiner Partei 
gehörte auch Bethmann-Hollweg an. 
101 Mander wurde in amtlichen Schriftstücken als der ehemalige 
Cehrer bezeichnet. Er glaubte auch nach leiner Entlassung auf den Titel 
Lehrer“ Anspruch zu haben. 
ios yr. Rapp, Die Unabhangigkeit der Schule von der Kirche. 
Berlin 1860. — Ch. Gieleler, Uber die Regelung des Volksschulwesens 
in Preuben nach der Verfalsung. Berlin 1860. — Beide Bücher werden 
von Dg · beurteilt Rh. Bi. 1861. 
aos Mander vbeurteilte in den Rhein. Bl.(1861) neuere Sprichwörter- 
lammlungen. 
104 Zabel, Redakteur der Nationalzeitung; Ralisch, Professor an der 
Rgl. Realschule in Berlin. Vergl. CLangenbergs Dg.-Biogr. III. S. 205. 
100 Dies ist geschehen in Dgs. Parlamentsrede vom 5. febr. 1862, 
von der ein Sonderabdruck erlchienen ilt. 
aos Im 17. Feb. 1801 wurde von einem Commis Jãschke (oder 
Jerschke?), der bei dem Sohne Wanders belchäftigt war, auf diesen ein 
Mordanlall mittels eines Terzerols ausgelührt. 1862 erschien bei Duncker 
Berlin) eine Broschüre, betitelt: Der Mordantall auf den Lehrer Mander 
oder: wie ein Demokrat für vogelfrei erklärt wird. 
or xyr. Petri, Der Deutschen Meisheit. Hamburg 1605. 
UÜber die Allgem. deutlche Lehrerverlammlung in Mannheim 
(26.- 28. Mai 18603) berichtet Mander Rh. Bl. 1863 Movember Deʒbr.- 
Heft). Chr. G. Scholz schrieb „Zehn pãdag. Federzeichnungen, entworfen 
vor, wãhrend u. nach der allgem. daͤtsch. Lehrerversammlung in Mann- 
heim“ (Breslau 1863). 
108 
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