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An Ed. Sack in Königsberg

Full text: Briefe Adolph Diesterwegs / Diesterweg, Adolph (Public Domain)

A 
lands, insbesondere Preubens, an Ihrem Provinʒzial Cehrer- 
verein ein Beilpiel nehmen! 
Sie als Redacteur u. Ihr Verein haben die „Bahn 
mit Hindernissen“ beschreiten müssen. Dies ist der natür- 
liche Lauf der Dinge, darum nicht beklagenswerth. Im 
Gegentheil, der Miderstand stählt die Rraft. Ist solches 
nicht der Fall, so war das Unternehmen nichts werth. 
Aber ich gratulire zur erfolgten Beseitigung der Hemm- 
nisse. Ich werde, wie ich nicht zweifle, erhöhte Veran- 
lassung dazu haben, nachdem ich den Gang der Verhand- 
lungen in Gumbinnen imn Ihrem Blatte, das unter den 
Schulblãttern zu den bestredigirten gehört, werde gelelen 
haben. Dachgerade muß es dem einzelnen Lehrer Ihrer 
Provinz sehr schwer werden, das für ihn bestimmte Blatt 
nicht zu halten, dem Verein nicht beizutreten. 
Den Pestaloʒʒi-⸗Verein betrachte ich als seine Basis. 
Erst mud man leben, dann wirken; erst muß man lich die 
vsorge um Ueib und Rind von den Schultern wälzen, 
dann frei aufstreben. Der Pestalozzi-⸗Verein sichert den Be- 
stand u. den Fortschritt des Prov.Vereins in leinen übrigen 
Bestrebungen, die, sobald die Existenz und fortentwicklung 
jenes gelichert ist, zur Hauptlache werden. Diele Haupt- 
sache ist die Entwicklung des Volksschulwelens nach allen 
Seiten, welche die Förderung des Lehrerstandes, vor allem 
seine höhere Bildung in lich schliebßt, ohne welche alles 
andere wüstes, irrlichterirendes Treiben ist, das im Sumpfe 
endigt. 
Die Genossenschaft und der durch sie erzeugte Gemein-⸗ 
geist ist der machtvolle Hebel unserer Tage. Wie trostlos 
sah es in dieler Beziehung noch vor einigen Jahrzehnten 
unter den Lehrern aus, und wie erfreulich jetzt schon an 
manchen Orten! Der einzelne, mag er noch so lange, noch 
so thätig gewirkt und gestrebt haben, verfällt, wenn er 
seine Kraft abnehmen, leine Tage schwinden sieht, der Ver- 
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