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An die Begründer der ostholsteinischen Centralkonferenz (Lütgens, Andressen, Magnussen)

Full text: Briefe Adolph Diesterwegs / Diesterweg, Adolph (Public Domain)

—A 
kann der Sache und mir nur schaden. Ich luche übrigens 
den Gegenstand immer von Neuem unter den Lehrern in 
Anregung zu bringen. überzeugt, daß immer mehrere zu 
der Anlicht übergehen: ohne Zusammenhalten kein Heil. 
weil kein Fortlchritt. 
Sie werden bei der Ausführung ihres reif durchdachten 
Planes auf grobe Schwierigkeiten stohben. Aber ermüden 
Sie nicht. Ich glaube, daß die politischen Verhältnisse 
Ihres Landes Ihnen noch am ersten die Ausführung ge— 
statten werden — wichtig für alle andern deutschen Pro- 
vinzen. 
Mas nun den Inhalt Ihres Planes vbetrifft, lo erkennt 
man sogleich die Umslicht, mit der Sie verfahren. Schwer 
ist es, ohne genaue Renntnis der Sachlage und der Per- 
lonen den Werth der einzelnen Bestimmungen zu beurtheilen, 
und ich mub mich bescheiden, dazu nicht genügend befahigt 
zu sein. Im Allgemeinen scheinen mir der formellen Be— 
dingungen zu viele. Nach meinem Bedünken legen Sie zu 
hohen WMerth auf Protokollführung, Sie fordern zu viele 
Schreibereien, ernennen zu viele Beamten, kurz der Gang 
scheint mir zu büreaumäßig und schwerfällig angelegt. Ich 
werde darüber im 3. Hefte der Rhein. Bl. dieles Jahrgangs 
reden. erlaube mir aber. noch folgendes zu bemerken: 
1. Die hauptconferenzen sind die der Rirchspiele; sie 
sind die häufigsten. an ihr nehmen alle Lehrer Antheil, in 
ihnen wird am meisten gearbeitet. Mehr als 2 Beamte 
dürften nicht nöthig lein. und sie könnten alle Monat 
stattfinden und einen Tag dauern, jedesmal an dem Sonn- 
abend, der dem Vollmond am nächsten liegt, wie es am 
Rhein gelschieht. Damit nicht geklagt wird, halten die 
dortigen Lehrer für den ausfallenden halben Sonnabend 
am Nachmittag des Mittwochs derlelben WMoche Schule. 
Eines Protokolls oder eines Auszugs für die Propltei- 
Conferenz wird es in der Regel nicht bedürfken. 
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