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V. Zootechnische Abteilung

Full text: Führer durch das Museum (Public Domain)

Zootechnische Abteilung. (Halle 20.) 63 
blütigen Tiere, nämlich die Fleischarmut, geringe Arbeits- 
fähigkeit und schlechte Mastform, großenteils beseitigt. 
Von den Modellen seien hervorgehoben in Abteilung 8: 
Jersey-Kuh und -Stier, Holländer Kuh (älterer Typus, in 
Bronze), Oldenburger Kuh, Wilstermarschkuh. In Ab- 
teilung 9: Holländer Bulle (von Wolff), Holländer Kuh 
mit Kalb von Bronze, den älteren Typus mit schlechten 
Formen und hoher Milchergiebigkeit darstellend, endlich 
der Stier Herkules und die Kuh Reminiscere als 
Typen der hochgezogenen Holländer in der Provinz Preußen. 
Endlich sind hier noch die von K. Splieth gefertigten 
Modelle des rotbunten niederrheinischen Rindviehschlages, 
der Bulle John und die Kuh Gemna aufgestellt. Beide 
freilich in nur mäßiger Ausstellungskondition, aber doch 
deutlich den Fleischreichtum der Körper erkennen lassend, 
Abteilung 10. 
Höhenrassen der Fleckviehgruppe in der Schweiz und 
verwandte Schläge. Charakterisiert sind die Tiere durch 
meist erhebliche Körpergröße und Schwere, starkes Knochen- 
gerüst und derbe, zuweilen grobe Haut. Sie sind wesent- 
lich zu mehrseitiger Nutzung gezüchtet (Milch, Fleisch, 
Arbeit) und erreichen dann in keiner einzelnen Richtung 
das Maximum der Leistungsfähigkeit. 
Auch bei ihnen bringt in neuerer Zeit die Kunst der 
Züchtung mannigfache Modifikationen der Nutzungsfähig- 
keit hervor (einseitige Erhöhung der Milchergiebigkeit, 
Verbesserung der Mastform usw.). 
Von den Modellen seien erwähnt: 
Zwei Simmenthaler, Kuh und Bulle von Landsberg. 
Abteilung 11 und 12. 
Zweite Gruppe der Höhenrassen, das Braun- und 
Grauvieh der Schweiz und deren verwandte Schläge des 
Gebirges und der Vorberge. In mehreren Beziehungen 
stehen diese Tiere denen der vorigen Abteilung 10 nahe, 
sind aber gemeiniglich weniger schwer, Bemerkenswerte
	        
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