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Das Kaiser Friedrich-Museum

Full text: Berliner Museums-Führer / Hach, Otto (Public Domain)

trotz Farbe und Gold; an der Hauptwand, den fünf 
schönen Glasfenstern von Baldung 
Grien gegenüber, die herrlich in der Wirkung 
der Farbe und fein in der Zeichnung sind, ein 
ungefähr 8 m langer und 2 m hoher westfälischer 
Soester Flügelaltar mit der Kreuzigung 
Christi. In der Mitte des Raumes aber fesselt ein 
grosser, bronzener Springbrunnen mit 
einer Lucrezia von Peter Vischer und in 
dem Glasschranke sind von demselben Meister drei 
kleine, erstaunlich natürliche Gusswerke: ein sich 
kratzender Hund, ein Knabe mit Hund 
und ein Meerweibchen! Beachtenswert 
sind hier noch eine hl. Familie, eine Be- 
schneidung und eine Darstellung im 
Tempel, alle drei vermutlich um 1500 entstanden. 
R. 18. In dem kleinen Treppenraume 18 birgt ein Glas- 
schrank ausser verschiedenen Elfenbeinarbeiten: 
Adam und Eva von L. Kern und Herkules 
mit dem Löwen und Omphale mit Amor von 
Andreas Schlüter. 
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Ältere italienische Kunst. 
Nächst den deutschen Bildwerken finden wir 
hier im Erdgeschosse eine Anzahl farbiger Ton- 
und Stuckwerke italienischer Meister. Echte edle 
Renaissance blüht auf; man sieht natürlich 
erst nur die Wiederkehr alter klassischer Archi- 
tektur- und Ornamentformen an Geräten, Tischen, 
Stühlen, Schränken, Rahmen und Kleidern. Säulen, 
Pilaster, Kapitelle erscheinen in auffälliger 
Schlankheit und Zierlichkeit; Gemälderahmen 
setzen sich zu Tempelfronten aus Treppen, 
Schwellen, Säulen, Gebälk und Giebel zusammen:
	        
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