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Das Museum für Meereskunde

Full text: Berliner Museums-Führer / Hach, Otto (Public Domain)

sonders die zum Fang der Waltiere nötigen Ka- 
nonen,. Harpunen, Lanzen und Messer, nicht 
minder aber auch die mannigfache Verwertung 
der Beute. In Schaupulten und Pfeilerschränken 
sieht man allerlei Gerät aus Fischbein, Knöpfe, 
Dosen, Stock- und Messergriffe aus Walrosszähnen; 
Taschen, Mützen u. dgl. aus sammetweichen 
Vogelbälgen, Gebrauchs- und Schmuckgegenstände 
aus Schildpatt und Zelluloidnachahmungen; aller- 
lei zierliche Sachen aus Schnecken, Muscheln, 
Korallen, letztere auch in Nachahmungen aus 
Reiskörnern, wie Solche des Bernsteins aus Zellu- 
loid; selbst Perlen werden künstlich hergestellt; 
siehe das Perlsilber an Schrank V. Wie die an 
den Pfeilern hängenden Riesenschildkröten, die 
aus den Tropen lebend nach England gebracht 
und von dort frisch oder getrocknet zur Her- 
stellung der Schildkrötensuppe in den Handel 
kommen, die Nutztiere des Meeres vertreten, So 
weist das Modell einer schottischen Herings- 
salzerei gleichfalls auf den grossen Nutzen dieses 
Bewohners der nördlichen Meere, den man auf 
Sachalin seines unglaublich massenhaften Vor- 
kommens wegen sogar als Dünger benutzt. Nicht 
unbeachtet lasse man in diesem Raume die lebens- 
vollen, grossen, den Walfang, die Pelikanbrut- 
stätten und die Granatfischerei zeigenden Wand- 
bilder von C. Saltzmann! Englische, holländische 
und deutsche Heringsfischerei mit 2500 m langen 
Netzen an Segelloggern und mit 4500 m langen 
an Heringsdampfern sieht man im eigentlichen 
R. 15. Fischereisaale, desgleichen den Schellfischfang 
bei Helgoland und Norderney mit 4000 m langen 
und mit beköderten Angelhaken versehenen 
Leinen. In einem grossen Schaukasten veran- 
schaulicht eine hübsche Gruppe von Dampf- und 
Segelschiffen eine im grossen betriebene Grund- 
schleppnetzfischerei in der Nordsee, bei der so- 
gar S. M. S. Zieten als Aufsichts- oder Poli- 
zeischiff nicht vergessen ist! an den Fenster- 
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