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Das Museum für Völkerkunde

Full text: Berliner Museums-Führer / Hach, Otto (Public Domain)

Zum Aufgang nach dem II. Stockwerke 
benutze man die mit chinesischen Prunklanzen 
und Hellebarden geschmückte Treppe, betrachte 
die grosse ballonartige Fischfahne und die kost- 
baren Papiertapeten‘ mit inhaltreichen Malereien, 
welche Land, Leute und Leben Chinas schildern. 
Dann wende man sich, die schönen chinesischen 
und japanischen Malereien betrachtend, zum Saal I, 
vor dessen Eingang an der Treppe zwei riesige, 
buntbemalte MHolzbilder japanischer Tempel- 
schützer Wache halten. Saal I ist mit den 
Reichtümern Vorderindiens gefüllt und 
zwar fallen dieselben besonders an den vielen 
hier aufgestellten mit vollem Schmuck angetanen 
Kostümfiguren auf, unter denen manche aber auch 
ausser der märchenhaften Ausstattung durch 
körperliche Schönheit bezaubern. In Schr. 1 u. 2 
bewundern wir Waffen mit kunstvollen Tau- 
schierungen und Ciselierungen, Kleider mit Gold- 
und Silberstickerei; in Schr. 3 kleine, dem indi- 
schen Teufelsdienst gewidmete Bronzen; Schr. 4 
enthält einen bemalten Teufelstänzer aus Holz; 
Schr. 8 dagegen Fächer, Ketten und Ringe; 
Schr. 10 getriebene und gegossene Gefässe. Vor 
Schr. 10 zeigt ein grosses Modell eine Indigo- 
faktorei; Schr. 10d einen Lahor oder Schmied. 
Schr. 12 und 13 aber vorzügliche Elfenbein- 
Schnitzereien (Tempel und Figuren en miniature) 
und Arbeiten aus dem Mark der Schola-Pflanze, 
während wir in Schr. 31 indische Lackarbeiten 
und in Schr. 32 Gold- und Silberarbeiten mit 
Zellenschmelz, Zinn- und Gelbguss unsere Auf- 
merksamkeit fesseln. Schr. 33 zeigt dagegen die 
Papierbereitung und Kattunfärberei, während wir 
bereits am Eingang in Schr. 3b die Schriften und 
Schreibmaterialien fanden. Auch in Saal II fesseln 
besonders in Schr. 38a vor dem Fenster die 
Schriftproben und Plattendrucke der Himalaja- 
und Brahmaputraländer; in Schr. 34 die feinen 
Gewebe und die getriebenen mit Steinen besetzten 
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