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Das Museum für Völkerkunde

Full text: Berliner Museums-Führer / Hach, Otto (Public Domain)

nach links umgehe, an der Schmalseite grosse 
wunderliche Häuptlingsgestalten aus Holz ge- 
schnitzt, schöne grosse Stühle mit hoher Lehne, 
grosse Signaltrommeln mit Gestell und reicher 
Schnitzerei und sauber geschnitzte Türpfosten mit 
Menschen-Totenköpfen, Affen und anderem Getier 
auf; Schrank 257—259 aber bergen kostbare, holz- 
geschnitzte Sessel mit Perlschmuck und schöne 
Tanzspeere, Flaschenkürbisse mit menschlichen 
Unterkiefern behangen, sitzende Figuren und 
Kopfmasken aus Perlen und Kauri. Weitere 
Schränke enthalten aus Perlen hergestellte 
Schmucksachen und Liebesschnüre der Zulu und 
schöne Tongefässe der Inka. Die Säle links ent- 
halten die Sammlungen von Afrika und Oceanien, 
rechts die von Amerika; die afrikanischen haben 
durch die Erwerbungen unserer neuen Kolonien 
natürlich eine grosse Erweiterung, aber auch 
naturgemäss regere Beachtung erfahren. 
Gleich am Eingang von Saal I hält ein 
Massaikrieger mit voller Bewaffnung und reichem 
Kriegsschmuck Wacht; denn in dem hohen 
Schranke 6 sind kostbare und künstlerisch ge- 
formte Bronzen der in Ober-Guinea ansässigen 
und in Metallarbeiten ganz ausserordentlich ge- 
übten Benin-Neger. 2 Hähne, Kanonenrohre, 
Stühle mit Schlangen am Fuss, Schützen, sind 
so erstaunlich kunstvoll wie die Schnitzerei an 
riesigen Elefantenzähnen; auch die Hauspfeiler, 
Ahnen und Fetische verdienen Beachtung. Am 
Fenster fesseln Stühle des Sultans von Bamunn in 
Kamerun aus Kauri mühsam zusammengesetzt. 
Schrank 28 enthält geschnitzte Holzsachen, 35 
Waffen und Büsten von Negern, 36 Sessel und 
Gefässe mit Perlen benäht, 38 _EMenbein- 
schnitzereien und bunten Federschmuck. Ganz 
anderer Art sind die Erzeugnisse der ausschliess- 
lich Viehzucht treibenden Waganda aus dem 
Nilquellengebiet, wo die Töpferkunst am höchsten 
steht, und. der Owaherero, die in der Bearbeitung
	        
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