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Die Basartante

Full text: Die Basartante und andere Gesellschaftsbilder / Zobeltitz, Hanns von (Public Domain)

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eh' du die Butterkugeln machst.“ — „Die 
hab' ich heut morgen schon gewaschen.“ — 
Plötzlich wurde Cux aus ihrem Sinnen 
durch Cuise aufgeweckt, die sie bat: „Tu' mir 
den Gefallen, Cux, und hilf mir den Tee 
hereinbringen. Die Suse wirft uns sonst den 
ganzen Kram mit einem Kladderadatsch auf 
den Teppich. Nein! — Ist das ein Frauen— 
zimmer! So, bitte, nimm das Tablett —“ 
Cux raffte alle Willenskraft zusammen. 
„Gleich — gleich!“ Aber das Tablett klirrte 
doch, als sie es in die Hände nahm. Dabei 
sah sie zufällig, daß die Schwester sechs Tassen 
darauf gestellt hatte. „Sechs — ?“ fragte 
sie ein wenig verwundert. „Wir viere und 
— und Professor Eberhard, das macht doch 
nur fünf —“ Es war ihr fast eine kleine Ge— 
nugtuung, daß sie das in ihrer Stimmung 
noch bemerken konnte. 
„Hab' ich sechs hingestellt? Wahrhaftig! 
Der reine Zufall — nein, aber so etwas!“ 
Wie mit Blut übergossen stand Cuise da und 
strich sich verlegen über die blonden Schläfen, 
als ob sich da irgend ein Härchen gelockert 
haben könnte. So drollig sah sie dabei aus, 
daß Cur das seelische Gleichgewicht mit einem 
Hh. v. Zobeltitz, Bafartante.
	        
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