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Die Basartante

Full text: Die Basartante und andere Gesellschaftsbilder / Zobeltitz, Hanns von (Public Domain)

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feuchten Augen. Und sie fragte mit bebender 
Stimme: „Suse, sind sie denn alle zu Hause? 
Auch die Herren ?“ 
Suse feirte: „Jawull — ja! Drei Manns— 
leute —“ 
Da griff Mama Eveline noch einmal in die 
Tasche. Gottlob: das Portemonnaie war 
drin. Suse sollte fürstlich — königlich be— 
lohnt werden. Ein Zwanzigmarkstück sollte 
sie bekommen. 
Aber nein! Nicht übermütig machen! 
Zehn Mark genügten ja auch. 
Mama kramte in dem Portemonnaie. Ei— 
gentlich waren fünf Mark doch auch schon 
sehr anständig. Suse konnte das Verwöhnen 
sicher nicht vertragen. 
So gab sie ihr nur eine Mark. „Da, 
Suse! Das ist für dich. Und nun warte 
draußen vor der Portierloge. Und der Por— 
tier soll mir gleich ein Auto besorgen. Du 
fährst dann mit mir nach Hause. Ich komme 
sofort.“ 
Sie nickte der noch immer feixenden Suse 
zu und schritt in die Säle zurück. Nun wieder 
ganz Ratharina II. — voll stolzer Würde, 
im erhebenden Bewußtsein: „Du hast drei
	        
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