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Die Basartante

Full text: Die Basartante und andere Gesellschaftsbilder / Zobeltitz, Hanns von (Public Domain)

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Herr Medizinalrat —“ Mit zitternder Stimme 
rief sie es. Und dann stand sie vor dem Arzt, 
pochenden Herzens, und das Blut schoß ihr 
jäh in das liebe Gesicht. 
„Ohne Sorge, Fräulein Cudovika!“ sprach 
er. „Ich bin nicht Cuischens halber hier. 
Sie ist ganz wohl.“ 
„Also Cux — o, so sprechen Sie doch — 
ich flehe Sie an — 
Er lächelte. „Ja — also CLux — Aber auch 
sie wird morgen frisch und munter sein; ich 
hoffe, viel, viel froher als in all der letzten 
Zeit. Doch das läßt sich hier nicht auf der 
Treppe erzählen. Ich wollte gerade gehen, 
denn mich dünkte meine Anwesenheit hier 
recht überflüssig. Nun aber“ — er atmete 
tief auf — „nun kehre ich mit Ihnen noch 
einmal um.“ 
rp 
Er faßte ihre Hand und so traten sie zu— 
sammen über die Schwelle. Dann drückte er 
schweigend die Korridortüre hinter sich zu. 
Sie standen jetzt allein im kleinen Wohnungs⸗ 
flur — immer noch Hand in Hand. 
Sie wollte noch einmal fragen. Ja, was 
wollte sie denn eigentlich fragen? Nach 
Cuischen? Nach CLux? Es war so sonderbar
	        
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