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Die Basartante

Full text: Die Basartante und andere Gesellschaftsbilder / Zobeltitz, Hanns von (Public Domain)

156 — 
sie trat noch einmal in den nächsten Haus— 
flur, und nun war sie wirklich nur noch ein 
klein bißchen von den Tränen entfernt. 
Da sah sie plötzlich, wie durch einen 
Schleier, eine große männliche Gestalt unter 
einem Regenschirm an ihrem Hausflur vorbei⸗ 
gehen. Das Gesicht konnte sie nicht erkennen, 
aber die Gestalt, die hätte sie unter tausenden 
erkannt. „Professor — Herr Professor —“ 
rief sie. Und dann überkam sie gleich eine 
schreckliche Scham, daß sie am liebsten in das 
fremde Haus geflüchtet wäre und die Treppen 
hinauf bis zur letzten Dachkammer. 
Doch da stand er schon vor ihr. „Alle 
Wetter — Fräulein Cux! Nein aber — wo 
kommen Sie denn her? Bei dem Schoko— 
ladenwetter!“ 
Sie wollte erklären, und wenn's mit einer 
Hucke voll Lügen wäre. Aber das Wort 
blieb ihr in der Kehle stecken. Und er ließ 
es auch gar nicht zu einer Erörterung kom— 
men. Er schob seine Hand unter ihren Arm, 
er hob seinen Regenschirm über sie und kom— 
mandierte einfach: „Zur nächsten Droschke!“ 
Diesmal hatte sie Glück. Sogar ein Auto 
war's. Und als er sie hineingehoben und
	        
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