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Erster Teil. Die Museen 5. Das Kunstgewerbe-Museum

Full text: Führer durch Berlin's Kunstschätze, Museen, Denkmäler, Bauwerke / Gaulke, Johannes (Public Domain)

5. Das Kunstgewerbe-Museum. 
Die Sammlung des königlichen Kunstgewerbe-Museums 
ist aus dem Besitzstand des ehemaligen „Deutschen Gewerbe— 
Museums“ und der kgl. Kunstkammer hervorgegangen. 
Durch private Stiftungen und Ankäufe wurde die Samm-— 
lung auf ihren heutigen ansehnlichen Bestand gebracht. Am 
21. November 1881 wurde das nach den Plänen der 
Architekten Gropius und Schmieden erbaute Museum er— 
öffnet. Der Grundrifßz des Gebäudes bildet ein Quadrat. 
Die Fassade ist im Stil der Renaissance gehalten und durch 
blastischen und malerischen Schmuck überaus reichlich belebt. 
Unter dem weitausladenden Hauptgesims ist ein farben⸗ 
prächtiger Glasmosaik-Fries, dessen Einzelbilder die wichtig— 
sten Kulturepochen darstellen, angebracht. Im Giebel über 
dem Mittelfenster: Kolossalbüste der Athena mit den liegen— 
den Figuren der Kunst und Wissenschaft, in Sandstein dus—⸗ 
geführt nach den Modellen von Siemering. Am Hauptein— 
gang auf den Treppenwangen zwei sitzende Figuren in Sand— 
stein: Peter Vischer, an einem Pfeiler des Sebaldus— 
grabmals arbeitend, und Hans Holbein, der Jüngere, 
als Zeichner dargestellt, von Sußmann-Hellborn. 
Unter den Fenstern: Reliefs von Siemering und Bru⸗ 
now, Darstellungen aus dem Handwerk. Die durchlaufen— 
den Friese sind ornamental behandelt und durch die Einzel— 
figuren der Handwerke belebt. Ebenso sind die Innenräume 
des Kunstgewerbe-Museums mit figürlichem und ornamen— 
talem Schmuck reich ausgestattet. An erster Stelle sei der 
große Figuren-Fries von Geyer und Hundrieser, farbig 
bemalt von Schaller, erwähnt. Es sind Darstellungen ver— 
schiedener Völkertypen, die der thronenden Borussia ihre 
Kunstschöpfungen darbringen. 
Die Sammlung des Kunstgewerbe-Museums ist äußerst 
reichhaltig und gliedert sich in die Abteilungen für Möbel— 
und Holzarbeiten (Grdgeschoß). Kunsttöpferei
	        
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