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Full text: Die Goldapotheke / Meding, Oskar (Public Domain) Ausgabe 2 Zweiter Band (Public Domain)

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sie Euch von Herzen zu Euerm Glück wünsche, Euch auch mit 
Euerm Vaterlande noch inniger wieder verknüpfen werde, und 
daß Ihr Berlin und Eure Freunde hier wohl an der Seite 
Eurer Gemahlin leicht vergessen möchtet.“ 
Niemals, gnädigster Herr, niemals,“ rief Thurneyßer, 
„werde ich Eure Durchlaucht vergessen! — Meine Dankbar— 
keit wird Euch für mein ganzes Leben gehören, und ich werde 
Euch,“ fügte er ein wenig zögernd hinzu, „für mein ganzes 
Leben auch zur Verfügung stehen.“ 
—— 
fort, „und werdet nicht lange Eurer neuen Heimat in der 
Mark hier fern bleiben?“ 
„Gar zu bald,“ erwiderte Thurneyßer, die Augen vor 
dem Blick des Kurfürsten niederschlagend, „werde ich kaum 
zurückkehren können — Eure Kurfürstliche Durchlaucht werden 
es verstehen, daß ich meine künftige Gemahlin kennen lernen 
muß und ebenso ihr die Prüfung zu gewähren verpflichtet 
bin, da es sich um einen ernsten Entschluß bei mir, wie bei 
ihr handelt, und wir uns Beide nicht in der Aufwallung einer 
jugendlichen Liebe die Hand reichen. Aber ich wiederhole 
nochmals, daß Nichts die Dankbarkeit und unwandelbare Er—⸗ 
gebenheit erschüttern kann, welche mein Herz für Eure Kurfürstliche
	        
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