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Full text: Die Goldapotheke / Meding, Oskar (Public Domain) Ausgabe 2 Zweiter Band (Public Domain)

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Der Kurfürst nickte ihm freundlich zu und sagte: 
„Sprecht, Graf Rochus, — Ihr wißt, daß eine Bitte 
von Euch im Voraus bei mir der Gewährung sicher ist, aber 
am meisten an solchem Tage, an welchem mir selbst von der 
Vorsehung so viel Freude gegeben ist.“ 
„Ich möchte,“ fuhr Graf Rochus fort, „mit der Erinnerung 
an den heutigen Tag und die glückliche Verbindung der beiden 
erlauchten Häuser von Sachsen und Brandenburg auch für 
mich eine schöne Familienerinnerung verknüpfen. Mein Sohn, 
der Graf Casimir, den ich vorbereite, um in Eurer Kurfürst⸗ 
lichen Durchlaucht Dienst die Pflicht der Dankbarkeit zu er— 
füllen, welche unserem ganzen Hause gegen Kurbrandenburg 
und seine erlauchten Fürsten obliegt, trägt in seinem Herzen 
eine warme und treue Liebe zu der edlen Tochter des hoch— 
verdienten Kanzlers, meines hochverehrten Freundes. Ich bitte 
Euch, gnädigster Herr, meine Werbung um die Hand des 
edlen Fräuleins Elisabeth für meinen Sohn bei Eurem Kanzler 
zu unterstützen und Eure Genehmigung zu solcher Verbindung 
der beiden Kinder Eurer treuen Diener zu ertheilen. Mein 
Sohn wird dadurch immer fester an sein brandenburgisches 
Vaterland und seinen Fürsten geknüpft werden, und der edle 
Kanzler selbst wird gegen eine Verbindung mit dem Hause der
	        
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