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Zweiter Band XVIII.

Full text: Die Goldapotheke / Meding, Oskar (Public Domain) Ausgabe 2 Zweiter Band (Public Domain)

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Deinem Pflegekinde vertrittst, bist Du einverstanden mit der 
Wahl, die Deiner Tochter Herz getroffen?“ 
„Ich gehorche wie immer dem Willen meines gnädigsten 
Herrn und danke dem Herrn von Tetzel aus tiefster Seele für 
die Ehre, die er meinem niedrigen Hause erweist,“ erwiderte 
der Waldwart in tiefer Bewegung. 
Maria aber, von ihrem Gefühl fortgerissen, eilte zu dem 
Junker hin und streckte ihm ihre Hand entgegen, die er mit 
ritterlicher Artigkeit an seine Lippen drückte, indem seine 
Blicke strahlend von Liebe und Glück sich in die ihren tauchten. 
Der alte Herr von Tetzel trat zu dem jungen Paar 
heran, legte seine Hand auf Maria's Haupt und blickte voll 
Bewunderung in ihr schönes, von dem Glücke dieses Augen⸗ 
hlicks verklärtes Gesicht. 
„Seid mir willkommen,“ sagte er mit inniger Herzlichkeit. 
„Der letzte Schatten, der vielleicht noch diese Wendung in dem 
Schicksal meines Sohnes verdunkelt haben möchte, ist ver⸗ 
schwunden!“ 
Und immer heller, immer freudiger blickten seine Augen. 
„Nun,“ sagte der Kurfürst, „das Haus der edlen Herren 
von Kirch-Sittenbach soll mit der neuen Hausfrau, die es auf 
mein Fürwort in sich aufnimmt, zufrieden sein.“
	        
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