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Full text: Die Goldapotheke / Meding, Oskar (Public Domain) Ausgabe 2 Zweiter Band (Public Domain)

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„Nun,“ rief der Kurfürst, „schenkt mir den Tokayer ein 
und dem Grafen den edlen Hochheimer — ich will mit dem 
polnischen Lieblingswein ihm auf das Wohl Polens zutrinken, 
er soll mir mit deutschem Wein Bescheid thun.“ — 
Thurneyßer gehorchte dem Befehl des Kurfürsten, und hell 
klangen die Kelche aneinander. 
Dann füllte er auch sich einen Kelch mit Rheinwein und 
leerte denselben auf das Wohl seines erlauchten Gastes. 
„Der Graf von Olyka,“ sagte er dann, „hat die große 
Güte gehabt, mir für meine Sammlung kostbare Geschenke 
mitzubringen, eins davon ist ein lebendes, und ich möchte um 
die Erlaubniß bitten, dasselbe Eurer Kurfürstlichen Durchlaucht 
zeigen zu dürfen, da ich weiß, wie große Theilnahme der 
mädigste Herr Allem zuwendet, was zur Jagd gehört.“ 
Der Kurfürst stimmte lebhaft zu, und Thurneyßer schritt 
den beiden fürstlichen Herrn voran durch eine Reihe von Ge⸗ 
mächern nach einem eingeschlossenen Garten, in welchem er 
eine kleine Menagerie von seltenen und merkwürdigen Thieren 
zusammengestellt hatte. Neben verschiedenen Käfigen in allen 
Größen und Gestalten, in denen die Thiere möglichst nach 
ihrer Lebensweise untergebracht und gehalten wurden, befand 
sich ein großer, eingegitterter Raum mit grünen Tannen be—
	        
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