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Full text: Die Goldapotheke / Meding, Oskar (Public Domain) Ausgabe 2 Zweiter Band (Public Domain)

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Wenn dieselbe auch nur die Tochter eines Waldwärters im 
kurfürstlichen Dienste sei, so werde sie doch die Stellung an 
seiner Seite würdig ausfüllen. 
Sein Vater sei darob sehr zornig geworden, und als er 
ihn innig und herzlich gebeten habe, ihm das Glück seines 
Herzens zu gewähren, habe er bestimmt erklärt, daß er niemals 
zu einer solchen Verbindung unter dem Stande seines Sohnes 
seine Zustimmung geben werde, zumal da er mit seinem 
Freunde bereits einig geworden sei und da er die Liebe seines 
Sohnes nur für eine jugendliche Verirrung halten könne. 
Der Junker habe ebenso bestimmt erklärt, daß er seiner 
Liebe treu bleiben werde, und so lebe er denn jetzt in einem 
peinlichen Zwiespalt mit seinem Vater, sei aber dennoch fest 
entschlossen, den Schwur der Treue, den er Maria, die ihm 
so fest vertraute, in Thurneyßer's Gegenwart geleistet, niemals 
zu brechen. Er beschwor seinen Lehrer und Erzieher, ihm auch 
weiter behilflich zu sein und ihm nun, da jeder andere Weg 
verschlossen worden, beizustehen, um Maria von Berlin 
fortzuführen und an ihrer Seite sich seinen eigenen Weg durch 
die Welt zu bahnen, was ihm bei Allem, was er unter 
Thurneyßer's Leitung gelernt, und bei seinem festen Muth 
auch, wie er hoffe, in fremdem Lande und in fremdem Dienst 
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