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Full text: Die Goldapotheke / Meding, Oskar (Public Domain) Ausgabe 2 Zweiter Band (Public Domain)

139 — 
niederzuwerfen, und immer neu heranströmend, drängten sie 
gegen den Wagen, um dessen Thür aufzureißen, durch welche 
Thurneyßer erschrocken hervorblickte. 
Der Junker Christian spornte sein Pferd in den nächsten 
Haufen hinein, der einen Augenblick vom Schlage zurück— 
gedrängt wurde. 
„Gebt Raum!“ rief er, seinen Degen entblößend und 
drohend in der Luft schwingend. „Gebt Raum und wagt es 
nicht, den Leibarzt Seiner Kurfürstlichen Durchlaucht zu bedrohen 
gebt Raum oder bei Gott, Ihr sollt meine Klinge fühlen!“ 
Einen Augenblick wichen die Nächsten zurück, doch bald 
stürmten sie wieder vor und versuchten den Junker vom Wagen 
abzudrängen, während der Diaconus fortwährend sein „apage 
apage“ über den Platz rief. 
— 
Schon aber waren auch von den anders gesinnten Bürgern 
eine Anzahl herangeeilt, geführt von einem jüngeren Geistlichen. 
Ihnen voran drängte der Zinngießermeister Kronenbacher. 
Er sprang auf den Tritt des Wagenschlags, grüßte den 
erschrockenen Thurneyßer und sagte dem Junker, der seinen 
Degen gegen ihn aussftreckte: 
„Fürchtet Nichts von mir, Junker — ich bin des Herrn
	        
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