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Full text: Die Goldapotheke / Meding, Oskar (Public Domain) Ausgabe 1 Erster Band (Public Domain)

Er führte den Junker zu einer Reihe von Beeten, welche 
an der Grenze des Waldes angelegt und mit Tafeln bezeichnet 
waren, zog aus einem derselben eine ziemlich große Anzahl 
von Pflanzen, steckte die Wurzeln derselben in einen leinenen 
Beutel, den er im Vorbeigehen aus dem Hausflur mitgenommen, 
und gab denselben, nachdem er ihn vollgefüllt und sorgsam 
verschnürt hatte, dem Junker. 
„Kommt,“ sagte er, „wir wollen den Beutel sogleich an 
Eurem Sattel befestigen.“ 
Sie gingen nach dem Thore hin, — der Waldwart hatte 
während seiner Arbeit heiter geplaudert und ganz ausführlich 
erzählt, wie er den Rehbock durch einen Blattschuß erlegt und 
wie er listig den Fuchs beschlichen — und der Junker, der 
nur selten Urlaub erhielt, um das edle Waidwerk zu pflegen, 
hörte mit gespannter Aufmerksamkeit zu. 
Bei dem Pferde fanden sie Maria, welche dem klugen 
Thier das Gebiß abgenommen und ihm einen Eimer Wasser 
und ein Bündel Gras gebracht hatte. 
Vor dem Hause, wo zwischen zwei Bänken ein hölzerner 
Tisch von sauber gescheuertem Holz stand, hatte Frau Meinike 
einen Krug mit frischer Milch und irdene Trinkgeschirre, sowie 
mit Kümmel gewürztes Brod aufgestellt, und dieser einfache
	        
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