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Full text: Die Goldapotheke / Meding, Oskar (Public Domain) Ausgabe 1 Erster Band (Public Domain)

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tochter eine gute Wahl getroffen, und wenn sie ebenso gut wie 
schön ist, so muß man Euch zu solchem Kinde Glück wünschen. 
— Da kann ich es auch wohl verstehen,“ fuhr er fort, „was 
mir erzählt worden ist von einer rührenden Herzensgeschichte, 
die sich hier in Eurem Hause entsponnen hat. Ich muß Euch 
sagen, mein gelahrter Leibarzt, daß Ihr mir nicht zu viel 
gesagt habt von der Schönheit und Anmuth dieser jungen 
Waldwärterin, wahrlich, ich kann es Eurem Schützling, dem 
Junker von Tetzel, nicht verdenken, daß er an meines Wald⸗ 
warts Töchterlein sein Herz verloren hat. Laßt ihn heran⸗ 
treten,“ befahl er und fuhr, als Thurneyßer den Junker 
vorführte, fort: 
„Stellt Euch neben die Jungfer, — nicht wahr, das ist 
ein vortrefflich zusammen passendes Paar, und die Jungfer 
Maria wird ihren Platz an der Seite des Junkers wohl aus— 
zufüllen wissen.“ 
Der Junker nahm die Hand der hocherglühenden Maria, 
und Beide blickten in glückseliger Ueberraschung zu dem Kur— 
fürsten auf. 
Auch der Kurfürst von Sachsen war herzugetreten und 
blickte lächelnd und gnädig mit der Hand winkend auf das 
schöne Paar.
	        
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