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Full text: Die Goldapotheke / Meding, Oskar (Public Domain) Ausgabe 1 Erster Band (Public Domain)

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gehen, und uns die Kraft giebt, den Lockungen der falschen 
Lehren zu widerstehen. Auch der große gewaltige Luther gab 
dem edlen Wein seine Ehre, und solchem guten Werk werdet 
Ihr keinen Vorwurf machen, ja, ich bin gewiß, daß Ihr uns 
die hohe Ehre erweisen werdet, uns dabei zu unterstützen.“ 
Er gab dem zufrieden lächelnden Buchholz einen Wink, 
schnell hatte der Wirth einen Becher gefüllt und reichte den⸗ 
selben mit tiefer Verneigung dem geistlichen Herrn, während 
Kronenbacher laut rief: 
„Es lebe der hochwürdige Herr Musculus, der weise 
und fromme Diener unserer Kirche!“ 
Er leerte den Becher, Alle thaten das Gleiche und 
stimmten in den Hochruf ein. 
Musculus nickte zum Dank mit dem Kopf, der Wein 
schien seinen Beifall zu finden, auch er that einen langen 
Zug und reichte dann den Becher dem Wirth, der zu neuer 
Füllung bereit, am Fenster stand. 
Dann begann er lebhaft zu sprechen und hielt eine 
immer lebhafter und feuriger aufbrausende Rede, in welcher 
er zum reinen Glauben ermahnte und Alle verdammte, die 
auf die guten Werke nur den geringsten Werth legen 
wollten.
	        
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