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Full text: Geschichte der Königlich Preussischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin / Harnack, Adolf von (Public Domain)

Die General⸗Instruction. 
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Indem der Kurfürst sich zum Protector ernennt, ordnet er 
zugleich an, daß die Societät nach dem Beispiel der Königlich 
Englischen „aus einem Consilio und mehreren Mitgliedern“ be— 
stehen soll. „Das Consilium soll sich die Sachen der Soeietät 
absonderlich angelegen sein lassen und deren abwarten, auch zum 
aͤftern zusammenkommen, um von allem dem zu handeln, so auf 
einige Weise zu dem Zweck der Societät gereichen kann“. Es soll 
neue Glieder zur Aufnahme vorschlagen und die verschiedenen Ver— 
sammlungen ankündigen, in welchen bald von mathematisch-physi— 
kalischen Dingen, bald von der deutschen Sprache oder von den 
anderen Studien, „zumal der Historia Germaniae“, gehandelt 
werden soll. Diese drei Abtheilungen der Societät (Res physico- 
mathematicae, Lingua Germanica, Res litteraria, vornehmlich 
das studium historiae Germaniae sacrae et profanae) werden 
unterschieden, und damit ist der Grund zu der Eintheilung in 
Klassen gelegt. 
Dem Präses wird das Recht ertheilt, „die Proposition zu 
thun und die Conclusiones zu machen.“ In seiner Abwesenheit 
soll ein Vicepräses fungiren, „durch welchen und den Secretarium 
dem Praesidi von den Vorfälligkeiten gewisse Nachricht zu geben 
und mit ihm soviel thunlich von den Angelegenheiten der Societät 
zu communiciren sein wird.“ 
„Außer dem Consilio Societatis, worein voritzo zumalen die— 
jenigen zu nehmen, welche mit deren FPundation bemühet gewesen“ 
— damit waren Jablonski, Cuneau und Rabener bezeichnet —, 
sollen mit der Zeit auch einige Standespersonen und kurfürstliche 
höhere Beamte aus allen Zweigen der Regierung, Wissenschaft, 
Kunst und des Militärwesens. die fürnehmsten als Honorarii, die 
und der Societät zugeschickt werden. Weilen auch in Sonderheit bekannt, daß die 
Declination des Magnetens mit den Orten und Zeiten sich ändert, in deren Er—⸗ 
lenntniß aber der Geographie und Schiffahrt ein überaus Großes gelegen, so könnte 
dieser Punkt vom Rhein an bis an die Memel, und so ferner in dem nordischen 
und östlichen Theil der Welt, da er bisher ganz oder doch größestentheils unerörtert 
geblieben, durch eigene Personen mit Vergünstigung oder Vorschub des Czaren oder 
auch anderer Potentaten untersuchet werden, bei welchen Gelegenheiten zugleich auch 
dahin zu trachten, wie denen barbarischen Völkern in solchen Quartieren bis an 
China das Licht des Christenthums und reinen Evangelii anzuzünden und in China 
selbst von der Land⸗ und Nordseiten denen seewärts hinkommenden Evangelischen 
hierunter die Hand geboten werden könne. ... Wir wollen übrigens auch in obigen 
und anderen Nachsuchungen der Societät durch Unsere afrikanische und amerikanische 
Tompaanie an die Hand gehen lassen.“
	        
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