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heute der Residenz zu und hat man die Zone hinter sich, wo verbrauchte Hüte und
Schuhe sowie rostige Blechbüchsen am Wege als kulturspuren die Rühe der großen
Stadt anzeigen, so wird man erst an einzelnen kahlen Häusern vorüber, dann durcb
halbbebaute Straßen hindurch mit allmählichem Uebergange, ohne ihn zu gewahren,
in ein Häusermecr hineingeführt, Auch wenn Rauch und Dunst es zuließen, kein
wirkliches Bild der Stadt breitet sich vorher vor Deinem Auge aus. Weiter
wandernd zwischen den Häuserreihen M^vorschriftsmäßiger Höhe wird man sich
Liren, obwohl man fleht, wie die Lrformen
zu bringen,
die fast die
£tt Fensterdes
Eindrucks der Einförmigkeit nicht a
bauet sich bemüht haben Abwechsel
Allenthalben begegnet der Blick
Kirchen überragen, in endlosen £
reihen, und Alles in eintöniger
Wie mag dagegen das
sich damals der Stadt näher
Gärten, nicht von Rauch
zierten Mauergürtel auffti
die Kirchthürme und
müssen wir uns dann/
verwandelt vorstellen.
Ordnung in der Bebauung
Häuser in Reih und Glied, sie bildeten
unansehnliche Häuschen standen zwischen statt
Alles das kommt uns praklisch wenig zweckmäßig
dessen die Eintönigkeit der schnurgeraden Straßen; wo
Schritte mußten immer ein anderes Bild bringen. Ueber die u..
hinweg zwischen den großen gab es Durchblicke in Gärten, auf Thürn>
Kirchen. Dem modernen Menschen muß dieser Eharakter der Straßen lehr
>nalerisch erscheinen.
Richt wenig trugen dann wohl die Gebäude selbst dazu bei, den Eindruck
zu erhöhen. Alterthümliche Backsteinmauern mit wirkungsvollem Treppengiebel
neben verputzten und bemalten Wänden. Gothik und Renaissance im Streite oft
an ein und demselben Hause.. Dazu dann die Fachwerkhäuser mit den verschiedenen
Arten von Dächern, mit Erkern und Galerien, oft zu den eigenthümlichsten
Gestaltungen in- und übcreinandergebaut.
Wer die Straßen der wiedererstandenen Stadt durchwandert wird alsbald
cnipfinde», wie sehr dem Architekten dieser malerische Eharakter der ganzen Anlage
gelungen ist. Man meint, daß hier und da zugleich ein Hauch des kleinstädtisch
Behaglichen darüber gebreitet sei. Möge das Alles möglichst viel Verständniß
finden.
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Auf eins noch müssen wir den Besucher von Alt-Berlin im voraus aufmerksam
machen, der Sachverständige wird es ohnehin sehen und, wie wir annehmen,
die Umstände richtig beurtheilen. Die Annehmlichkeiten und Unterhaltungen,
die den Besuchern zu bieten sind, ebenso wie die geschäftliche Seite des
ganzen Unternehmens verlangen mancherlei Zugeständnisse. Es müssen Wirthshäuser,
Verkaufsstellen in Läden, Schaustellungen verschiedener Art vorhanden
sein und alle diese wollen im Aeußeren den heutigen Einsprüchen des Publikums
genügen und zugleich sich möglichst bemerkbar machen. Dazu bedarf man Schaufenster,
Schilder mit Anpreisungen, innere Ausstattung mit Spiegeln, Draperien
und dergleichen, wie cs heute gebräuchlich ist. In den Wirthshäusern sollen die
Gäste im Freien, womöglich mit Genuß einer Aussicht sitzen. Dergleichen kannte
man in der alten Zeit kaum. Die Laden bestanden in einfachen Auslege-Brettern
nach außen, der Käufer pflegte von der Gasse aus mit dem Verkäufer zu ver-^fln.
vielleicht werden wir Beispielen von solchen Läden in den Straßen be-Wirtbsbanslebcn
aber zog sich ganz in das Innere des Hauses
'/q Richtungen hin ist etwas von der geschichtlichen Wahr-'7/
konnte indessen mit um so weniger Bedenken gefeifl
diesen Läden verkauft oder in den Wirths-Lbeit
mit dem Leben der damaligen Zeit
vielleicht am kurfürstlichen
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und wohlgelungenen
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Hiermit mögen die gefchichtliche^^^^^^^^^^pließen. Alle diese Crläuterungen
indessen, wie wir nochmals hcrvW^^^iiüssen, würden verlorene
Mühe fein, wenn nicht das vor uns aufgebaute Staowild so wohl gelungen und
der Schein so täuschend wäre, daß durch den gewonnenen Eindruck schon das
geschichtliche Interesse und der Wunsch angeregt würde, die ehemalige Bedeutung
der Bauwerke und ihre Schicksale näher kennen zu lernen. Da nun also der
Versuch einer Wiederherstellung des alten Berlin anscheinend so günstig ausgefallen
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