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Gründung der Fabrik

Full text: Carl Flohr, Berlin (Public Domain)

Die Räumlichkeiten, welche während der ersten 27 Jahre genügt hatten, wurden 
bald zu klein. Das Hinterland von Nachbargrundstücken mußte hinzugezogen werden. 
Hier behalf man sich, da massive Bauten auf diesem gemieteten Boden nicht errichtet 
werden durften und 
sollten, mit offenen 
Schuppen und Wellblech- 
buden. Jedes Eckchen 
und jedes noch so kleine 
Plätzchen war ausgenutzt 
für Aufstellung von 
Maschinen und Arbeits- 
plätzen. Der alte Teil 
der Fabrik diente ledig- 
lich als Dreherei. Der 
sehr schmale aber lang- 
gestreckte Hof bot die 
einzige Möglichkeit, die 
oft 25—30 m langen Kol- 
ben aus Schmiedeeisen 
für die direkt wirkenden, 
hydraulischen Aufzüge 
zusammenzusetzen und 
auf ihre Gebrauchsfähig- 
keit zu prüfen. 
Die Besitzerinnen des 
Hauses, zwei ledige Ver- 
wandte des Gründers 
der Fabrik, deren alt- 
jungferlich beschauliche 
Gewohnheiten sich mit 
der stets wachsenden 
Unrast des Betriebes 
nicht in Einklang setzen 
konnten, sahen mit wach- 
sendem Übelwollen dem 
Treiben zu — ja, sie suchten sogar zu verbieten, daß die Kohlen- und Eisenzufuhr durch 
den Torweg des Hauses erfolgte. Der Weg wurde durch die Nachbargrundstücke 
genommen, aber trotz aller äußeren Beschränkung dehnte und reckte innerlich das frisch 
pulsierende Blut den neubelebten Körper des Werkes. 
Handaufzug.
	        
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