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Der Cassen-Verein 1823-1850

Full text: Die Bank des Berliner Kassen-Vereins (Public Domain)

DER CASSEN-VEREIN 1823—1850 
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Der Cassen-Verein 1823—1850 
Mit dem Aufschwunge und der zunehmenden Bedeutung des Berliner Handels 
in den zwanziger Jahren, die sich allmählich als Folgen der Gewerbefreiheit und 
einer verbesserten Zollgesetzgebung bemerkbar machten, hatte die Entwicklung 
des Geld-Verkehrs nicht Schritt gehalten. Die Zahlungsmittel und Münzverhält- 
nisse erwiesen sich als unzulänglich. Dem gegenüber spornten die Erfolge des 
ausgebildeten englischen Bankwesens und der holländischen, vielleicht auch der 
Hamburger Einrichtungen zur Nacheiferung an. 
In richtiger Würdigung dieser Verhältnisse verbanden sich daher folgende 
zehn Berliner Firmen: 
GEBR. BENECKE W. C. BENECKE AUGUST FRIEDRICH BLOCH 
A. & F. EWwALD C. HEINE MEYER JACOBSON L. LIiPKE & Comp. 
MENDELSSOHN & FRÄNKEL, (seit 1. Januar 1828 MENDELSSOHN & Co.) 
D. J. Rızss CARL W. ]. SCHULTZE 
hauptsächlich auf Veranlassung von Joserm MENDELSSOHN, dem Chef des Bank- 
hauses MENDELSSOHN & FRÄNKEL, Sowie von GUSsTAV BENECKE und WILHELM 
CHRISTIAN BENECKE, um für den hiesigen Platz eine ähnliche Einrichtung‘ zu 
schaffen, wie sie in London in dem dortigen Clearinghouse bereits seit Mitte 
des vorigen Jahrhunderts, ebenfalls als ein Privatclub, bestand. 
Bis zur vollständigen Organisation des Unternehmens hatte man sich mit 
einer einfachen schriftlichen Vereinbarung, die vom 18. April 1823 datirt ist, 
begnügt, indem man im übrigen die am ı. Mai 1823 begonnenen Geschäfte 
lediglich auf Grund gemeinsamer Beschlüsse führte und von einem förmlichen
	        
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