Path:
Bräutliches Glück

Full text: Aus Marie Seebach's Leben / Gensichen, Otto Franz (Public Domain)

—184 
Der Deines Sanges Ton entquillt, 
Dem ich vor wenig Augenblicken 
Mich hingegeben voll Entzücken, 
„Ja“, sprach ich fest aus tiefster Seele 
Dir ich auf ewig mich vermählel“ 
Stumm sagtest Du kein einzig Wort 
Und küßtest nur die Thränen fort, 
Die unser beider Herzen weinten 
In Seligkeit, daß sie sich einten. 
Es sprach Dein strahlend Auge mir: 
Wie glücklich bin ich nun in Dir!“ 
Und meine Seele jubelt' laut: 
Bin seine Braut! Bin seine Braut!“ 
Ja, seit dem 1J Mai 1858 war Marie Seebach 
die Braut Albert Niemanns. Bereits am 4. reiste sie 
von Hannover zu Gastspielen nach Frankfurt am Main, 
Darmstadt, Mainz, Stuttgart, Wiesbaden, Pesth und 
Prag. In Frankfurt war damals Roderich Benedir 
der ihr zuerst in Köln das „LCorle“ einstudirt und sie 
auch später in der Ausbildung ihres Organs gefördert 
hatte, Theaterdirektor. Das Gastspiel trug ihr alle 
erdenklichen Ehren ein, und Wilhelm Jordan widmete 
ihrer Darstellung der „Adrienne Cecouvreur“ folgendes 
Hedicht: 
Du deutsche Künstlerin von Gottes Gnaden 
Verirrtest auch zu diesen fremden Pfaden? 
Erfüllen kannst Du Goethes Ideale 
Und dennoch an die welsche Carvenschaale, 
Verzerrt, damit die Nerven krankhaft beben,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.